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27.07.2019

Gürth hat heute Abend Medaillenchancen

Mittelstrecklerin der Diezer TSK Oranien läuft bei der DM – Erpenbach sammelt Erfahrung

Timothy Erpenbach und Olivia Güth wollen bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm die Rhein-Lahn-Fahne hoch halten.

Timothy Erpenbach und Olivia Güth wollen bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm die Rhein-Lahn-Fahne hoch halten.

Auf weite Fahrt begaben sich mit Timothy Erpenbach aus Klingelbach (TuS Katzenelnbogen-Klingelbach) und Olivia Güth aus Diez (Diezer TSK Oranien) zwei Top-Leichtathleten des Kreises vor diesem Wochenende, um sich im Ulmer Donaustadion bei den deutschen U 18-Meisterschaften mit der nationalen Elite zu messen.

Für Gürth ist es dritte DM-Teilnahme in Folge. 2017 wurde sie in der Altersklasse W 15 Sechste über 800 Meter, im vergangenen Jahr landete sie über die 2000 Meter lange Hindernisstrecke in der Altersklasse U 20 auf dem undankbaren vierten Platz. Am heutigen Samstag darf sie nun von einer Medaille träumen. Verzichtete die Läuferin der Diezer TSK Oranien am Freitag noch auf die 1500 Meter, so gilt nun ab 19.25 Uhr die volle Konzentration der gleichen Distanz mit Hindernissen. Hier hat sie mit einer Anfang des Monats gelaufenen Vorleistung von 4:30,67 Minuten die zweitbeste Meldezeit hinter der Hamburgerin Lisa Hausdorf (4:21,28) zu bieten.

Ohne Erwartungsdruck konnte Timothy Erpenbach über 800 Meter der Altersklasse U 18 starten. Der 17-jährige Athlet des TuS Katzenelnbogen-Klingelbach qualifizierte sich zum ersten Mal für nationale Titelkämpfe, nachdem er im Vorjahr die geforderte Norm um die Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde verfehlt hatte. Und hier sieht der Klingelbacher auch die Motivation für den Leistungssport, den Erpenbach seit 2017 mit sechs Trainingseinheiten pro Woche intensiv betreibt. „Sich Ziele setzen, darauf hintrainieren, und dann die Ziele auch zu erfüllen, das ist ein tolles Gefühl“, beschreibt er seine Herangehensweise. Mit der DM-Qualifikation hat der Einricher sein Saisonziel bereits erfüllt. Sein Traum, den Vorlauf zu überstehen und ins Finale einzuziehen wurde am Freitagvormittag keine Realität. Er benötigte für die zwei Runden durch das Donaustadion 2:06,83 Minuten. Für den Einzug ins Finale wäre eine Zeit von 2:00,49 Minuten nötig gewesen.

Das sportliche Talent scheint Timothy von seinem Vater Norman geerbt zu haben, der im Bereich Langsprint zu den besten deutschen Seniorensportlern seiner Altersklasse zählt und in den vergangenen beiden Jahren bei der Senioren-DM über 200 und 400 Meter am Start war. Trainiert werden Vater und Sohn Erpenbach vom Katzenelnbogener Klaus Föhrenbacher, der nach Leon Burgard nun erst zum zweiten Mal einen Nachwuchsläufer an die deutsche Spitze herangeführt hat, und sich derzeit zum B-Trainer weiterbilden lässt. „Damit unsere Athleten besser werden können, müssen auch wir Trainer besser werden. Aber der Erfolg unserer Athleten ist auch unser Erfolg“, umschreibt der 48-jährige seine Motivation für das äußerst zeitintensive Ehrenamt.

Wie Olivia Gürth gehört auch Timothy Erpenbach zum Landeskader Lauf des Landessportbundes, so dass die beiden Athleten auch zum Teil an den gleichen Kadermaßnahmen teilnehmen.

Rhein-Zeitung Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Samstag, 27. Juli 2019, Seite 25

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