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29.07.2019 Stefan Nink

Olivia Gürth stürmt mit Tempo zum Titel

Aushängeschild des Diezer TSK Oranien wird im Ulmer Donaustadion Deutsche Meisterin über die 1500 Meter Hindernisstrecke

Ein fantastisches Rennen legte Olivia Gürth vom Diezer TSK Oranien am frühen Samstagabend im Ulmer Donaustadion über die 1500 Meter lange Hindernisstrecke hin. Mit 4:48,14 Minuten setzte die von Erfolg zu Erfolg eilende Diezerin bei der deutschen Meisterschaft der U 20/U 18 die Maßstäbe und war beim Höhepunkt einer super Saison auch von der stärksten Konkurrenz nicht zu stoppen. Mit über einer Sekunde Vorsprung hatte die mit der Nummer 1052 gestartete Gymnasiastin ihrer schwäbischen U 18-Mitbewerberin und Titelverteidigerin Alisia Freitag von der TSG Esslingen (4:49,27) am Ende das Nachsehen gegeben und sich mit nochmals um sieben Sekunden verbesserten Rheinland-Pfalz-Rekord in die Siegerliste eingetragen.

„Wir hatten unsere Taktik auf schnelles Tempo von Beginn an ausgelegt“, verriet Gürths überglücklicher Trainer Lutz Preußner unmittelbar nach dem großen Triumph seines Schützlings in der Donaumetropole und hatte aus den Erfahrungen der jüngsten knappen Niederlage Gürths in Stuttgart gelernt, als Freitag um die Winzigkeit von fünf Hundertstelsekunden eher die Ziellinie als Gürth passiert hatte. „Man muss versuchen Alisia in der letzten Runde nicht zum Spurt kommen zu lassen. Denn genau das ist ihre größte Stärke“, wusste Preußner und passte für Ulm die Taktik dementsprechend an. Und der Mut, im 18 Läuferinnen umfassenden Feld gleich die Initiative zu übernehmen, erwies sich als goldrichtig. Olivia Gürth preschte in dem Wissen los, dass sie in der entscheidenden Phase zulegen kann, wenn für gemeinhin die Körner weniger und die Luft im wahrsten Sinn des Wortes dünner wird. „Wir hatten 4:45 bis 4:50 anvisiert, Olivia hatte einen Vorsprung herausgelaufen, doch Alisia Freitag gab nicht klein bei und kam noch einmal heran“, sah der erfahrene Coach Preußner, wie die Goldmedaille für seinen Schützlingen doch noch einmal in Gefahr geriet. Doch Gürth parierte den Konter der Schwäbin, die entkräftet nach einem Sturz am abschließenden Wassergraben ihre Hoffnungen auf eine Titelverteidigung endgültig ad acta legen musste. „Sehr beeindruckend“, nannte Preußner den Auftritt Olivia Gürths, die sich hernach mit ihrer Mutter gleich ins österreichische St. Anton aufmachte, um sich als Deutsche Meisterin von den Strapazen der aufgrund einiger Verletzungen nicht immer optimal verlaufenen Saison mit vielen Wettkämpfen auf höchstem Niveau zu erholen.
 
Rhein-Zeitung Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Montag, 29. Juli 2019, Seite 14

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